Ein Essay über die Unterhaltungskultur in SL: Entertain me!! Djs oder was ich dazu zu sagen habe


DJ oder was?

Hallo Ihr Lieben,

Achtung jetzt wirds böse…. und zwar bitterböse! Denn ich lästere jetzt über einen „Berufsstand“ in SL ab, dem ich selber angehöre. Und eventuell redet danach der ein oder andre Kollege nicht mehr mit mir *g* aber es MUSS einfach mal raus. Es gibt so unfassbar schlimme „Djs“ in Second life das ich hier mal eine Typologie aufschreibe wie ich sie in SL entdeckt habe:

A) Der Schiffschaukelbremser

Wenn sich der DJ anhört wie Dieter Thomas Heck auf LSD hast du ihn entdeckt: Das „Gute-Laune-Monster“ gegen das der Li-La-laune Bär ein depressives Kuscheltier ist. Mit extremer Überfreundlichkeit und diesem Unterton von“ich bin auf Ritalin, und in meiner Welt scheißen selbst die Einhörner Goldhäufchen aka Tips “ bettelt dieses Wesen darum, das man ihm seinen Mix aus „Ballermannhits auf Metall“ bis zu „ich spiel auch Heino, wenns der Welt gefällt“ abnimmt. Eigene Linie? OMG nein!! Denn er will gefallen wie ein Golden Retriever Welpe der sich vor dir auf den Rücken legt und sich vor Freude bepisst, das du ihm zuhörst. Der Schiffschaukelbremser macht die Stimme, die man von Losbudenverkäufern kennt und hört sich wenn man mit ihm voicen würde, wahrscheinlich an wie ein Mensch, nur halt ihm ein Mikrophon vor die Nase und er mutiert in jemand, mit vor Freude tropfender Stimme. Natürlich begrüßt er seine Gäste namentlich und zwar jeden einzeln und auch mitten im Song. Er trieft vor Dankbarkeit, wenn man ihm einen Tip gibt und wahrscheinlich auch wenn ihm ein Clubowner einen festen Slot gibt. Sie sind dankbare Unterhalter nur ich ertrage sie nicht ohne Zwangsjacke. Ich würde sie so gerne schlagen *guckt leicht irre*

Das weibliche Exemplar hat übrigens meist einen sich immer wieder holenden Satz  in der Moderation, der einen nach dem 20. Hören in den schieren Irrsinn treibt: „und für deinen Tip sende ich dir *Luft hol*….einen ganz dicken *Kieks* KNUTSCHAAAAAAAA! *vor Freude jaul das es nen Tip gab*

Ich revidiere den letzten Satz, gerade höre ich einem deutlich männlichem DJ zu und………            er gibt sie auch … die *kieks* KNUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUTSCHAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA

/me guckt langsam retardiert und haut mit ihrer Stirn gegen die Wand, wenn sie diesen unfassbaren Schwachsinn noch mal hören muss

B) die übersexy Djane

Egal was sie auflegt: Ob Pop, Metall, Römms oder Noise…. sie ist so sexy das die ganze Welt sabbern sollte. Entweder provoziert sie, das sie in dem Club in dem sie auflegt, dadurch aus der Menge heraussticht, das sie noch weniger anhat als die Dancer bzw. Stripper des Clubs und sich noch lasziver auf der Bühne räkelt (das ist die „ich bin in RL ein Kerl-Variante, die sich nicht traut zu moderieren oder aber weiblich RL ist und in SL einen Hauch von Nix trägt – oder relativ neutral angezogen ist – und dann aber …) dazu eine Stimme ins Mikro haucht das einer Karriere als Sextelefonistin nichts aber auch gar nichts im Wege steht.  Wenn du das Gefühl hast eine Einladung von der Chefstewardess des Mile High Clubs zu hören, wenn „sie“ einen Titel ansagt, dann hast du sie gefunden… Miss Sünde  Die Erfüllung jedweder sexuellen Phantasie am Mikro, die nur leider zu scheu ist ihrer wahren Profession nachzugehen. Noch ist sie der Meinung, sie erlangt ihre Tips für das gekonnte Auflegen ihrer Tracks. Niemals gibt es ihr zu zweifeln, dass ihre Fanbase aus 99 Prozent männlichen Sabberern besteht, die sie bitten ihnen das Telefonbuch von Bielefeld vorzulesen und keine Ahnung haben, von dem was sie eigentlich auflegt. Komisch das fast alle realen Frauen angewidert den Club verlassen…  und ich gehör dazu. Wenn ich Pornvoice will, ruf ich ne Sexhotline an. Thank you Madam… stöhn zu wem andren.

C) Der Fachidiot

Du ich lege NUR …  (<–hier Style einsetzen) auf und das mixe ich live! (im besten Falle tut er wenigstens das…)

Er hat ein Repertoire von rund 80000 Tracks und zwar ausschließlich nur sein Ding. So gut wie ich das ja finde, das jemand eine „Linie“ hat, und sich ganz klar positioniert und eben nicht ein wildes Mischmasch aus 100 Sparten auflegt, macht es der Fachidiot sich mehr als einfach: Wünsche? Klar, wenn ich sie habe gerne. Was ich nicht kenne, kann unmöglich gut sein  Mit ihm kannst du noch diskutieren, welches Klopapier der Bassist seiner Lieblingsband hat, und er wüsste das dieser gelbes bevorzugt und zwar nur, wenn die Spitze gefaltet ist, wie ein Schwalbenschwanz,  aber alles was darüber hinaus geht, überschreitet deutlich seinen Horizont. Er ist ein Meister der Fakten und kräht sie auch genau so gerne ins Mikro. Man kann ihm eigentlich meist ganz gut zuhören, wenn man seine Sparte mag. Ansonsten wirds unglaublich fix eintönig. Er ist super aufgehoben in auf eine Stilrichtung spezialisierten Clubs. Und danach hast du dein Hirn voller unnützem Wissen.

D) Der Obercoole

Im Grund ist er das passende Pendant zur übersexy Djane. Denn ja, es sind meist männliche Djs die „den Mäc“ machen. Bevorzugt habe ich sie in Goth/Metall Clubs erlebt und du erkennst sie daran, dass sie sich anhören als wären sie in starken Presswehen oder litten unter Magen-Darm und bemühten sich, es in sich zu behalten: Sie pressen „coole Sprüche“  durch ihren Mundschlitz beim Moderieren. Es erinnert mich immer an dieses Rülpssingen bei Hardcoremetall oder Knorkator lässt grüßen, nur das die hier nicht singen sondern „moderieren“

Optisch zu erkennen ist der Obercoole natürlich auch…..  so dark. so böse.. so viel Muskeln das Hulk weinend zurück in die Muckibude geht.
E) Der „DJ“ –  Der Vinylritter

Er ist der wahre Held dieses Universums.. denn nur er mixed live… die andren sind ja nur Stümper, elende Mp3 Schubsen. Er/sie aber ist das Gold dieser Erde, denn er kauft sie…

etwas das viele unter 18jährige so staunend anglotzen wie die guten alten Kassetten oder ein Halbduplex-Modem: „Vinyls“ .. denn das klingt deutlich cooler als: ich leg Schallplatten auf.

Ein durchaus teures Hobby und natürlich eines, das einen in die Sparte treibt. Denn natürlich findet man dieses Modell nicht bei den Kastelruther Spatzen oder der Volksmusik generell (und ich wette da verkaufen sich die meisten „Vinyls“) , sondern er ist „Hardstyle/-core/-psy-irgendwas-Dj“ und dann braucht es Equipment das den Platz eines kleinen Kindersandkastens einnimmt. Das man in SL leider nur digital gehört wird, ist bedauerlich, aber ok: diese Einschränkung nimmt man grade so noch hin. Traktor sei Dank, kann man seinen Spielkram ja senden. Und dann ….  werden Exzesse abgefeuert beim Auflegen. Niemand darf ihn ansprechen während seiner 2 Stunden harter Arbeit, bei der er Tracks „fadet“. Auch nicht, wenn ein Track 6 Minuten dauert und eine MP3 Schubse in der Zeit aufs Klo geht, sich Abendbrot macht und noch einen Quicky einlegen könnte , ein Vinylritter ist „real“… er ist real und immer parat und ..

leider weiß man was jetzt als nächstes kommt, denn dummerweise passt der Track A am besten hinter Track B und das tut Track A auch noch nach 5 Jahren….

Du wirst  seine Sets daran erkennen, das sie sich unaufhaltsam wiederholen, und ab und zu eine neue schwarze Scheibe ihren Weg in seine immerwährende Vinylgebetsmühle findet. Moderieren ist unter seiner Würde.. denn ein „echter“ Dj sagt doch seine Tracks nicht an!

F) Die Schlaftablette … Schnecke…..    OMG ich bin eingepennt

Dieser Dj ist eine Spezies für sich: Er mag Musik.. wirklich! Er ist meist ein „guter“ Dj, was die Musikauswahl betrifft. Versteht sein Genre, weiß was die populären Hits sind und streut sie in sein Set. Leider hat die Moderation die Wirkung einer Schlaftablette und auch seine Reaktionsgeschwindigkeit im Gäste begrüßen, bzw Wünsche erfüllen Schnarch.. Professor Hastig lässt grüßen. Seine Moderation ist leise, schnarchig und so lustig wie Ernst Mosch und die Oberkrainer nach 120 Bier….. nämlich nicht vorhanden. „Ich wünsche Euch viel Spaß “ wird in Zeitlupe aber immer wieder eingestreut und man nimmt es ihm sogar ab, denn diese Spezies hat leider immer wieder den Drang zu „entertainen“. Dummerweise tut er/sie /es nicht wirklich und daher gehört er zur Spezies bei der ich gewillt bin auf Moderation zu verzichten. Lieber gar nix sagen als einpennen bzw keinerlei Reaktion auf den Roomchat.

und damit kommen wir zu G) ich bin stumm wie nen Goldfisch

Vinylritter gehören meist in diese Kategorie, aber auch einige MP3 Schubsen würden lieber ihren Ava toasten lassen, als auch nur einmal ihr Headset anzuschließen und einen Satz zum Publikum zu sagen. Die Gründe sind vielfältig: „ich sprech so schlimm…. <– hier Dialekt einsetzen“.  Ich bin Genderplayer und ich bin RL nicht das, was ich hier in SL darstelle und möchte die Illusion aufrechterhalten, dass ich etwas bin was ich halt nicht bin.  Ein Satz unter uns Kupferstechern.. dann lass das djen ^^ Weil spätestens wenn du 120 Stunden mit Spaß in nem Club aufgelegt hast, aber dich anhörst wie ne Radiostation mit Dauerloop, weiß man entweder aus Erfahrung warum Du das tust oder aber du beißt dir langsam die Handballen auf, weil du ne Menge zu sagen hättest.  Moderationstalent ist nicht jedem gegeben und wer die Erfahrung gemacht hat „nicht anzukommen“ für den ist diese Art djen ideal, nur …

erwarte bitte nicht die Tips die ein DJ reinkriegt, der sich explizit mit dem Publikum auseinandersetzt, oder das man sich deiner erinnert.  Es wirkt zumindest für mich arg unpersönlich.

Es gibt sicherlich noch mehr „Typen“ von DJs in Sl und ein jeder von Euch hat eine Hasskappe gegen irgendeinen von Ihnen.  Abgestimmt wird in SL ja Gott sei Dank nicht über Einschaltquoten sondern über die Füße bzw. das Tipjar. Ein DJ der permanent Plus minus Null nach Hause geht wird irgendwann die Lust verlieren, genau so wie ein DJ, der permanent vor 2 Gästen spielt. Jetzt könnte man ja sich als DJ beruhigt zurücklehnen und denken: hach der Club ist voll..  das gefällt also allen was ich tue. Da kann ich nur eins zu sagen: Wach auf..   überprüf dich bitte mal auf 2 Dinge. A) Mach ich hier den Pausenclown? Spiel ich Rückgratlos alles wild durcheinander was sich hier jemand von den Gästen gewünscht hat, auch wenn es zum Verrecken nicht in mein Set passt?  ( <—-hab ich zig Jahre lang gemacht und hat mich dazu getrieben meinen eigenen Club aufzugeben bzw meine Art zu djen umzustellen, weil ich MIR nicht mehr treu war) oder B) Kriech ich Leuten in den Allerwertesten und höre ich mich anders als „normal“ an?  Solltest du so was wie eine „Moderationsstimme“ haben tu dir selber den Gefallen und lass den Scheiss. Es hört sich aufgesetzt und blasiert bzw künstlich an.  Auch übertriebene Anmache bei der Moderation ist kontraproduktiv.

Ich war Clubowner … fast 7 Jahre lang in SL. „Erfolgreich“ wenn ichs mal an der Zahl von Stammgästen festmache. Aber auch da traten Djs auf, wo ich als Clubowner eigentlich besser hätt NEIN gesagt. Und die sind leider auch mal in der Pflicht: nicht jedem ist die Gabe gegeben Leute zu unterhalten und einen Club die nötige Atmosphäre zu geben. Wenn du einen Club hast, dann hab den Mut einem Bewerber zu sagen: „Sorry, aber du bist NICHT LUSTIG“ bzw. „Du lern erst mal Dein Handwerk“ bzw „Wie wärs? Wir suchen noch Tänzer….“

Ich bin selber Djane, bzw so würde ich mich nicht mal bezeichnen. Ich bin ein Moderator. Ich versuche einem Club die passende Atmosphäre zu geben, Leuten Spaß zu bereiten, ihre Musikwünsche zu erfüllen (Im Rahmen: Dh. ich lehne ALLES ab was in mein Set grad zu 50% nicht passt, alles andre wird passend „gemacht“) und ich hab nie für Geld aufgelegt, sondern aus dem puren Spaß  Menschen mit Musik zu unterhalten.

Sicherlich ist jeder DJ jemand der sich exponiert und sich dem Daumen rauf und runter des Publikums aussetzt, so auch ich, und ich bin offen für jedwede Kritik an MEINER „Kunst“.  Aber manchmal kann ich in SL einfach nicht anders, als mal den „Daumen in offene Wunden“ zu legen und das habe ich hiermit getan.  Bin gespannt auf Eure Kommentare 🙂

Advertisements

11 Gedanken zu “Ein Essay über die Unterhaltungskultur in SL: Entertain me!! Djs oder was ich dazu zu sagen habe

  1. Exzellentes Essay über DJs in SL. Habe beim Lesen doch sehr geschmunzelt und hab da den/die eine(n) oder andere(n) „Meister/In“ wiedererkannt; schliesslich hatten wir ja den CLUB BONOBO 2 Jahre lang. Man könnte ggf noch die „Drama-Queen“ („die Welt ist so grausam zu mir und Second Life noch viel mehr, und keiner hat mich lieb und warum will niemand ein date mit mir; ich bin doch so cool“) dazufügen, und jene, die glauben, dem „König persönlich ausm Hintern gekrochen“ zu sein und die am liebsten auf einer Sänfte in den jeweiligen Club getragen werden möchten.

    Gruß
    Bora

  2. Das waren noch Zeiten als DJs Mangelware waren (2007-2008) da gabs 90% gute DJs und 10% Ausschuß, das waren noch Zeiten wo ein DJ mal locker 1000 bis 2000 Linden vom Club verlangen konnte nur damit sein Pixelkorpus anwesend war. Als dann aber die Softwareindustrie die Pforten zum Streamen öffnete kam die Schwemme und jeder Pimpf glaubte ein guter DJ zu sein, was auch heute noch so ist.
    Am liebsten mag ich diese Livemixer in Technoclubs und am allerliebsten mag ich es sie zu blamieren. „Höya cool, ich mix live“…….“Ja warum spielst du denn dann gerade die TechnoTraxx4?“ …. klar is den steinalte CD und wer kennt schon bei über 20 Ausgaben schon die genaue Reihenfolge der Lieder.
    Am schlimmsten find ich die, die sich vorher mit Alkohol anheitern oder sich mit Pilzen oder anderem Zeug zudröhnen, muß ja sowas sein, denn anders kann ich mir das ständige blöde gelache nicht erklären, mittlerweile gibt es ja sogar alt eingessene DJs, die mal gut waren, die sich des „ich find mich lustich und muß immer lachen“ hingeben.
    Die Knutschaaas und die Dauerquasler sind eine Seuche vor dem Herrn, aber was will man machen, dieses Volk kostet nix, arbeitet auch wenn es 0 Linden im TipJar hat „Hey ich bin DJ aus Leidenschaft, mich macht dem nix“….leider hat dieses Volk auch dafür gesorgt das viele der wirklich guten DJs SL schon lange den Rücken gekehrt haben….ich vermisse solche Leute wie Vampyr Barbosa, Xantras Maertens oder Thomy006 Bailey, das waren Bereicherungen für jeden Club, zumindest wenns um schwarze Musik ging.
    Am Tipjar kann man die Leistung von einem DJ aber auch nicht immer fest machen, ich selber zähle mich nicht zu den schlechtesten, aber auch nicht zu den Besten, aber ich habe Abende, da geh ich mit 500 Linden nach Hause und an anderen Abenden sind es mal eben 4000 oder 5000 Linden. Bei deutschen Clubs ist das halt so eine Sache.

  3. Ja. Recht hast Du. Aber es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen. Und bis mal jemand Kritik äußert, konstruktive, nicht beleidigende, vergeht natürlich auch etwas Zeit. Ein paar Sets lang probiert man ja auch selbst rum. Ok, es handelt sich wahrscheinlich bei den Ausführungen um DJs, die im Profil stehen haben: „Seit 100 Jahren RL und 8 Jahren SL-DJ“. Man äußert sich nicht so schnell. Obwohl es nur fair wäre. Zumindest als Clubbesitzer und auch wenn man mit zum Staff gehört. Aber man will ja nicht gleich drauf hauen und: Nicht jeder DJ-Mensch ist kritikfähig oder die Kritik kommt nicht so an, wie man es meint. Du wirst wissen, wie schwer es manchmal ist, geschriebenes so auszudrücken, dass sie nicht falsch ankommt…
    Und, selbst wenn man Kritik annehmen möchte, muss man ja erstmal herausfinden, wie man einen gut oder ehrlich gemeinten Ratschlag umsetzen möchte/könnte. Dazu kommt ja noch, dass ein DJ (m/w) zuerst mal von irgendwelchen Leuten gut gefunden werden. Wenn das Freunde sind, sollten aber gerade die ehrlich sein und auch mal kritisch zuhören, und nicht nur in Set übergreifende Begeisterung ausbrechen, nur weil der DJ die Lieblingssongs spielt.
    Vielleicht wäre es halt auch hervor zu heben, dass man jedem DJ damit auch hilft, wenn man ehrlich ist. Und halt nicht nur den Club verlässt, weil einem die Moderation nicht gefällt oder (in meinem Fall trifft ja der Goldfisch zu ;)) zu langweilig ist. Aber das während eines Sets zu tun, ist auch immer nicht so… also ja, wenn es sich um solche Growler handelt.. Aber ehrlich, wer nimmt sich nach einem Set noch die Zeit, sich mit dem DJ zusammenzu“setzen“ und ein Feedback zu geben. Vielleicht sollte man das mal anstreben. Und eben nicht nur sagen: die Musik war klasse, Rest schauen wir dann..
    ach ja und bei „alt eingesessenen“ DJs… das sind dann schon so Gewohnheiten oftmals, die dem DJ selbst gar nicht mehr auffallen, dass er halt so und so agiert… jahrelang praktizierte Verhaltensschemata… gar nicht so leicht zu ändern ^^

    Das fiel mir dann erstmal vorm Frühstück dazu ein… bestimmt alles wirr und so *Kaffeetasse heb*

    • Ja zumindest Freunde soilten mal ganz ehrlich sein und Feedback geben aber leider sammeln viele Djs erst mal ihre Jubeltruppe um sich rum und die mögen kritiklos alles was ein DJ absondert, weil.. is ja unser Freund.
      Leider traut man sich auch als „Kunde“ also als Zuhörer oft nicht zu sagen: „noch ein Knutscha und du hast meine Faust in der Fresse“ sondern schluckts, meidet den DJ wie die Pest und irgendwann den ganzen Club.
      Und Aimee, als Goldfisch hast weniger Probleme weil du „nur“ Musikauswahl machen musst (was richtig Arbeit ist) aber mit Moderation finde ich jedes Set gleich schöner. Trau dich doch mal. Ich habs noch nie erlebt das man einen DJ von der Bühne buht nur weil er mal Guten Tag über den Stream sagt. Grade Newbs am Mic haben eh Welpenschutz aber du hast Recht: Feedback einholen bzw geben wäre in dem Fall toll um diese merkwürdigen Moderationsgewohnheiten gar nicht erst drauf zu kriegen.

  4. HAHA … das hast aber sehr schön ausgedrückt … aber bei all den bösen Karikaturen , stimmt der Kern deiner aussagen und Typologien. Ich kann die eine und/ oder andere Verhaltensweise bei meinen Dj/ Djane´s auch sehr gut wiedererkennen. Ich stimme dir auch vollkommen zu im letzten teil aber ich muss auch dazu sagen das TOP Dj´s in SL nicht im Dj- Store zu kaufen gibt oder auf die allseits bekannten Dj Bäumen wachsen.
    Club Owner müssen nun mal mit dem Arbeiten was sie haben … um es so auszudrücken … lieber einen na ja Dj und ein Hand voll Gäste und ein paar Einnahmen als ein Ruhetag. Ich kann mir auch vorstellen das viele Club Owner das so handhaben und auch keine andere Möglichkeiten haben … 7 mal die Woche Kris wäre zu viel des guten =^.^=
    Ich persönlich denke aber auch das auch die anderen Dj´s eine Daseinsberechtigung haben und wie heisst es es so schön zu jedem Topf passt ein Deckel … in den einen Club passen sie und in den anderen Club halt nicht.
    Ich denke das Problem ist einfach wenn man den Dj´s nicht sagt das was sie da gerade für ein Mist verzapfen (am besten konstruktive Kritik, da muss man dann auch etwas Fingerspitzengefühl bei haben und nicht einfach „das was du machst ist gran malör de kack“ sondern auch eine Alternative anbieten, mache es doch so oder so … und als Club Owner hat man ja viele Vergleichsmöglichkeiten) … haben sie auch keine Möglichkeit über sich selbst zu Reflektieren und können sich somit nicht verbessern.

    Hmm mir kommt da eine Idee DRSDSDJ und in der Jury Kristina Simon =^.^= mit anhängender Dj Schule. Das ist doch mal eine Idee.

    • *lacht schallend* Oh weia… ich als Dieter Bohlen wird hart.*g*

      Ich kann deine Argumentation wirklich nachvollziehen: Wenn man versucht 7 Tage die Woche Programm zu bieten dann greift man irgendwann auf die zu, die eigentlich nicht in den Club gehören weil sie schlicht nicht die Qualität haben die man gern hätte. Ich hab das auch mal getan und genau darum warne ich so davor. Denn ein neuer Gast der einen Club betritt und auf jemand von der Gurkentruppe trifft kommt wie oft wieder? genau.. kein mal.
      Nur wenige kommen öfters und hören sich unterschiedliche Djs an um zu entscheiden: den Club mag ich jetzt.
      Sprich faule Eier im Karton strahlen leider auch auf den Rest aus. Mir wäre nen Ruhetag oder mal ne ausgefallene Schicht wirklich lieber als wenn diese Lücke durch nen Pausenclown minderer Güte gefüllt wird.
      Und 7 Tage Krissi ertrag nicht mal ich. Ich leg nicht umsonst so selten *g*

      Und DJ- Schule: es gibt sie in SL: Sie vermitteln aber leider nur die technischen Kenntnisse und bringen niemanden was zur Moderation bei. Nu hab ich auch nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen, hab sicherlich auch merkwürdige Attitüden am Mikro und mich klonen ertrag ich nicht mal selber: Aber ich gebe wirklich gern jedem ein Feedback und zwar ein grundehrliches der mich nach einer Session mal fragt: Und? Wie fandest dus? Und dann kanns passieren das ich sage: Tus besser nie wieder! Und ja das hab ich auch als Clubowner mehr als einmal genau so krass formuliert, denn idiotischerweise funktioniert die Samthandschuhmethode nicht wirklich. Miss Pornvoice hört den ganzen Tag wie hammergeil sie sich anhört und du bist doch nur nen popeliger Clubowner der sie nicht abkann.. die Queen zieht weiter zum nächsten Club der grade in DJ-Nöten ist.
      Also Mut zum drauf hauen! SL wirds einem danken ^^

  5. Also ICH bin der beste DJ aller Zeiten – mit meiner Setliste der Qualen spiele ich garantiert jeden Club leer!

    Unter anderem finden sich darauf folgender Kracher:

    Heino mit „So blau blüht der Enzian“; „Die lustigen Holzhackerbuam“ und „Karamba, Karacho, ein Whiskey!“

    Die Westfälischen Nachtigallen zusammen mit Heino mit dem Kracher „Jaja, wenn Mutter lacht!“

    Die neumodischen Edelkukidentrocker namens Die Amigos mit „Sehnsucht die wie Feuer brennt“ und weiteren Liedern

    Die Flippers

    Die Wildecker Herzbuben mit dem Klassiker „Herzilein“

    Demis Roussos mit „Schön wie Mona Lisa“ und „Schönes Mädchen aus Arkadien“

    Manuel und Pony mit „Das Lied von Manuel“ inkl. der jungen Anke Engelke

    Bernd Clüver mit „Der kleine Prinz“ und „Der Junge mit der Mundharmonika“

    Unheilig, ganz ganz GANZ vieeel von Unheilig wie den Megaerfolgsschlager „Lichter der Stadt!“

    Heintje mit „Mama“

    Das Medium Terzett mit „Ein Loch ist im Eimer“

    David Hasselhoff mit „Du“ und „Hooked on a feeling“

    Johnny Hill mit dem Tränendrüsenklassiker „Ruf Teddybär Eins Vier“

    Truck Stop mit „Ich möcht‘ so gern Dave Dudley hör’n“ und „Der Wilde, Wilde Westen fängt gleich hinter Hamburg an“

    Brunner und Brunner mit „Himbeereis zum Frühstück“

    Peter Rubin mit „Der große Zampano“

    Nina und Mike mit „Fahrende Musikanten“

    Andy Borg mit „Die Fischer von San Juan“ sowie „Adios Amor“

    u.v.m.

    Wer wagt es mich zu engagieren, damit ich endlich mal wieder mein Können unter Beweis stellen kann???

    • Also nachdem auf meinen Sims mal ein „Schlagerclub“ zu finden war und der war jeden Abend so brechend voll war das die Sim halb in die Knie ging befürchte ich das du dein Stammpublikum finden wirst. Kommt natürlich auf die Moderation an …. Bart wir wollen dich hören ^^

  6. Pingback: Barts lustige Schlagerparade | Bart unterwegs

  7. Ich weiss gar nicht was Ihr habt, grins.
    Jedes Töpfchen findet doch sein Deckelchen und jeder DJ seine Fangemeinde.
    Menschen sind nunmal so unterschiedlich wie Hunderassen und ich glaube kaum das irgend einer der so wohl karikierten Typen keine Daseinsberechtigung hat.
    Der einzige DJ der mir jemals wirklich auf den Zeiger ging, das aber gleich so heftig das ich ernstlich darüber nachdachte auf Marketplace nach einem Schlagring zu gucken war ein Össi der mindestens ein Drittel seines Sets mitzusingen oder mitzupfeifen pflegte. Wobei sein Micro definitiv lauter war als die Mucke. waaaaaaaaaaaaaahh!
    Und dennoch war der Club regelmässig voll und er hatte eine Fanbase.
    Tja.

    Für mich zählt die Stimmung in einem Club. Klar, die hängt unter anderem maßgeblich vom DJ ab.
    Aber eben nicht nur.
    Und wenn das Publikum nicht zu mir passt kann der DJ so gut sein wie er mag, dann zieht mich nix da hin.
    Oder diese Clubs in denen permanent mit Gesten der Open überschwemmt wird……da bin ich schneller weg als LL meine TP Anfrage bearbeiten kann.
    Gegen gelegegntliche Knutschaaa hab ich nix einzuwenden und Pornvoice lässt mich einfach nur grinsen. Wenn sie das brauchen, sollen sie doch.

    • Ein gelegentlicher Knutscha wäre ja ok. Mich hat eine Djane in den Wahnsinn getrieben weil 15 KNUTSCHA hintereinander kamen, Schön wenn sie viel Trinkgeld einfährt, aber wenn die komplette Moderation nur noch aus diesem einen übertriebenen Satz besteht: Äh… gabs denn nen Schlagring? Dann gib mal link 😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s